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Vom Aussterben bedroht?
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Vom Aussterben bedroht?

Gemeinsames Musizieren und kulturelle Nachhaltigkeit in Berner Blasmusikvereinen

ISBN 9782889811366
2026-11-02
ISBN livre papier
9782889811366
ISBN E-livre
9782889811373
Langue de publication
Allemand
Année de publication
2026
Domaine
Musicologie
Nombre de pages
340
Type de publication
E-Livre
Livre en libre accès
Livre papier
DOI
10.55132/vabg180
Quantité livre imprimé
disponible dès le 2 novembre 2026

28,00 €
TTC

Blasmusik – insbesondere von Laien gespielte – gilt in der breiten Bevölkerung oft als verstaubt, altmodisch, militärisch, langweilig oder bieder. Nichtsdestotrotz ist sie aus dem kulturellen und sozialen Leben vieler Ortschaften, speziell im ländlichen Raum, kaum wegzudenken. Blasmusikvereine unterstützen durch die Aufstellung von Jugendensembles die musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, ermöglichen als partizipative Musizierpraxis allen Menschen – unabhängig ihrer musikalischen Fähigkeiten – einen Raum, um gemeinsam Musik zu machen und bieten der Bevölkerung lokale musikalische Unterhaltung an Altersheimständchen, Platzkonzerten, Umrahmungen von weltlichen und kirchlichen Anlässen sowie eigenen Auftritten. In den 2‘136 Gemeinden der Schweiz existierten Anfang 2023 1‘862 dem Schweizer Blasmusikverband (SBV) angehörende Vereine; von den 8‘815‘385 Einwohner:innen des Landes gehörten 54‘606 (0,6 Prozent) einem solchen an.

Trotz ihrer wichtigen gesellschaftlichen Funktionen und scheinbaren Omnipräsenz werden Blasmusikvereine von der Wissenschaft kaum wahrgenommen. Zudem sehen sich die Vereine seit der Jahrtausendwende mit einem zunehmenden Mitgliederschwund konfrontiert. Mittels einer repräsentativen Umfrage sowie Interviews in fünf Beispielvereinen gibt der Author einen Überblick über die Blasmusikszene des Kantons Bern im beginnenden 21. Jahrhundert. Anschliessend erarbeitet er im Sinne der angewandten Ethnomusikologie konkrete Lösungsansätze für die aufgezeigten Schwierigkeiten gemäss Prinzipien der kulturellen Nachhaltigkeit. Zentral scheint dabei insbesondere die partizipative Natur der Ensembles sowie ihr Umgang mit gesellschaftlichen Veränderungen.